PKV Gesetzeslücke – bis 40% Einsparung
Etwa jeder zweite Selbständige ist privat krankenversichert. Die meisten dieser Versicherten haben zum Jahreswechsel unerfreuliche Post bekommen: Die Beiträge, die sie monatlich zahlen müssen, steigen 2011 kräftig - im Schnitt um acht Prozent, in Einzelfällen um bis zu 40 Prozent. Da bleibt so manchem Privatversichertem die Luft weg.
Hunderttausende Deutsche, die seit Jahren privat krankenversichert sind, ächzen unter den gestiegenen Beitragssummen: Teilweise bezahlen die Versicherten monatlich 600, 700 oder 800 Euro und können das Geld kaum noch oder gar nicht mehr aufbringen.
Was die meisten jedoch nicht wissen: Jeder Kunde kann innerhalb seiner Versicherungsgesellschaft in einen günstigeren Tarif wechseln ohne auf Leistungen verzichten zu müssen. So steht es in § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes.
Eine Geschäftsführerin aus Hamburg zahlt für ihre private Krankenversicherung seit der letzten Beitragserhöhung 606 Euro. Der monatliche Beitrag stieg von Jahr zu Jahr. Der Versicherten wurde ein Tarifwechsel nahe gelegt, der ihr 310 Euro monatlich spart – und sogar noch bessere Leistungen beinhaltet. Da Altersrückstellungen bei einem Wechsel innerhalb einer Gesellschaft nicht verloren gehen, konnte die Dame ihre in den vergangenen 15 Jahren gebildeten Beträge in ihren neuen Vertrag übernehmen.
Rund 1200 solcher Fälle hat das Verbraucherschutz-portal WIDGE.de seit Anfang 2010 begleitet. Fast immer mit Erfolg. Erfahrungsgemäß lohnt sich der Wechsel für Versicherte, die länger als sieben Jahre in ihre private Krankenversicherung einzahlen. Ein Wechsel innerhalb der Gesellschaft ist jederzeit möglich, unabhängig von Kündigungsfristen. Nicht selten werden Einsparungen von 40 Prozent und mehr erreicht.
Versicherte können den Wechsel nur schwer selbst durchführen, denn viele Gesellschaften geben nur ungern Informationen über neue und bessere Tarife an ihre Versicherten heraus. In der Regel verschweigen die Konzerne verschweigen ihren Kunden das Wechselrecht in einen Tarif mit einem geringeren Beitrag.
Auch der Selbständige Klaus Manz(Name geändert) aus München trat 1993 in eine Private Krankenversicherung ein. Damals betrug sein Monatsbeitrag 379 Mark. Von Jahr zu Jahr erhöhte sich die Summe. Als ihm 2010 die Signal Iduna mitteilte, er müsse ab sofort 714 Euro monatlich berappen, zog Manz die Notbremse: Der 52-Jährige wechselte in einen günstigeren Tarif, den die Gesellschaft auf den Markt gebracht hatte, um neue Kunden anzulocken. Jetzt zahlt der Freiberufler nur noch 269 Euro im Monat – ohne neue Gesundheitsprüfung, Risikozuschläge und bei Einberechnung seiner angesparten Altersrückstellungen.
Das Beste daran ist: erst wenn ein günstigerer Tarif gefunden wurde und der Versicherte einem Wechsel zustimmt, bekommt das Verbraucherschutzportal die monatliche Ersparnis mal acht als Honorar. Das bedeutet, dass der Versicherte bereits im ersten Jahr massiv von der Einsparung profitiert, und ihm ab dem zweiten Jahr das ersparte Geld komplett zur Verfügung steht.
Wenn Sie Ihre private Krankenversicherung auf Herz und Nieren überprüfen lassen wollen, nutzen Sie einfach das Kontaktformular. Sie erhalten daraufhin einen Vordruck zugesandt, den Sie ausgefüllt an das Verbraucherschutzportal zurücksenden können.

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